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Geschichte der Pfarrei Maria Himmelfahrt Meran

Die Pfarrei Maria Himmelfahrt Meran ist – im Vergleich zu vielen anderen Pfarren Südtirols – eine junge Pfarrei.

Ihre Entstehung ist eng mit dem starken Wachstum des südwestlichen Stadtteils von Meran in der Nachkriegszeit verbunden.

Die Anfänge (1956–1957)

Im Jahr 1955 wurde Priester Giovanni Parolari vom Erzbischof von Trient Carlo De Ferrari nach Meran entsandt, um im immer wachsenden Stadtviertel im südwestlichen Teil der Stadt Meran seelsorgerisch zu wirken. Er bekam den Auftrag, eine neue Kirche und eine Pfarrgemeinschaft aufzubauen. Am 19. August 1956 wurde der Grundstein der Kirche Maria Himmelfahrt gelegt. Mit großem Einsatz vieler freiwilliger Helferinnen und Helfer aus Meran sowie zahlreicher lokaler Unternehmer konnte der Kirchenbau rasch voranschreiten. Bereits am 22. September 1957 wurde die Kirche durch den Weihbischof von Trient Heinrich Forer feierlich geweiht.

Wachstum und erste Entwicklungen

In den folgenden Jahren wuchs die Gemeinschaft stetig. Auf Priester Giovanni Parolari folgte als Pfarrer Priester Gino Da Monte und auf ihn Pfarrer Luigi Bertoldi. Unter seiner Leitung entstanden wichtige pastorale und gemeinschaftliche Initiativen. Besonders prägend war die Gründung des großen sommerlichen Patronatsfestes rund um Maria Himmelfahrt, das lange Zeit unter dem Namen„Festa sotto la tenda – Sagra del Pesce“ bekannt war. Dieses “Maria Assunta Fest Maria Himmelfahrt” ist bis heute ein fester Bestandteil des Pfarrlebens geblieben und Ausdruck einer offenen, feiernden und gemeinschaftsorientierten Pfarrei.

Zweisprachigkeit und Pfarrzentren (ab 1971)

Ursprünglich war die Pfarrei rein italienischsprachig. Mit dem Jahr 1972, als in Südtirol erstmals Pfarrgemeinderäte gewählt wurden, entstand auch in der Pfarrei Maria Himmelfahrt ein deutschsprachiger Pfarrgemeinderat. Bereits beim Bau der Kirche war hinter dem Kirchengebäude in der Giosuè-Carducci-Straße das italienische Centro parrocchiale errichtet worden. Ab 1972 begann man zusätzlich, ein bestehendes Arbeiterhaus in der danebenliegenden Josef-Speckbacher-Straße schrittweise in ein deutschsprachiges Pfarrzentrum umzuwandeln. Dieses wuchs langsam, aber kontinuierlich mit der deutschsprachigen Pfarrgemeinde. Im Jahr 1987 wurde das renovierte und vergrößerte Pfarrzentrum feierlich durch den Bischof Wilhelm Egger gesegnet. Der erste Pfarrer der deutschsprachigen Gruppe war Peter Paul Hofmann (in der Pfarrei von 1971 bis 1989). In den folgenden Jahrzehnten wurde die Pfarrei von zwei Pfarrern parallel geleitet: einem für die italienischsprachige und einem für die deutschsprachige Seelsorge. Das pfarrliche Leben entwickelte sich sprachlich getrennt, aber räumlich und geistlich eng miteinander verbunden. Auf Pfarrer Peter Paul Hofmann folgte Paul Valentini (in der Pfarrei von 1989 bis 2004).

In Meran hat es früher auch sprachlich getrennte Dekanate gegeben: das deutschsprachige Dekanat Meran-Passeier, geleitet von Pfarrer der Stadtpfarre St. Nikolaus, der durch den Bischof ernannt wurde und das italienischsprachige Dekanat Meran II., geleitet von einem italienischsprachigen Priester, der von den Priestern des Dekanats gewählt wurde. Die meisten italienischsprachigen Pfarrer der Pfarrei Maria Himmelfahrt Meran waren zugleich auch Dekane des italienischsprachigen Dekanats Meran II. Sie trugen damit Verantwortung über die eigene Pfarrei hinaus für das kirchliche Leben in der Stadt.

Erneuerung und Jubiläum (2007)

Ein wichtiger Meilenstein war das 50-jährige Jubiläum der Kirche im Jahr 2007. Unter Pfarrer Paolo Arnoldo wurde die Kirche umfassend renoviert – innen wie außen. Die zuvor dunkle, rötliche Farbgestaltung, die der Kirche den Beinamen „rote Kirche“ eingebracht hatte, wich einem hellen, freundlichen Erscheinungsbild. Der Innenraum erhielt einen neuen Marmorboden, einen neu gestalteten Altar, ein neues Taufbecken und einen Ambo. Seither zeigt sich die Kirche in ihrer heutigen, lichtvollen Gestalt.

Entwicklungen im 21. Jahrhundert

Für die deutschsprachige Gruppe wirkte von 2004 bis 2010 Christian Pallhuber als Pfarrer. Ihm folgte Hans Pamer, der von 2010 bis 2021 Pfarrer der deutschsprachigen Gläubigen und zugleich Dekan von Meran war. Für die italienischsprachigen Gläubigen der Pfarrei war von 2012 bis 2019 Gabriele Pedrotti Pfarrer. Im Jahr 2019 übernahm Massimiliano De Franceschi die Leitung der italienischsprachigen Seite der Pfarrei und 2021, mitten in der Corona-Pandemie, wurde er zum ersten gemeinsamen Pfarrer beider Sprachgruppen ernannt. Am 1. September 2022 wurde Peter Kocevar als gemeinsamer Pfarrer der zweisprachigen Pfarrei Maria Himmelfahrt Meran eingeführt.

Eine lebendige Pfarrei

Die Pfarrei Maria Himmelfahrt ist bis heute eine lebendige und vielfältige Pfarrgemeinschaft. Neben zahlreichen karitativen, katechetischen, Jugend- und Familieninitiativen spielen auch starke Gebetsgruppen eine zentrale Rolle. Sie begleiten das Leben der Pfarrei im Gebet und tragen wesentlich zur geistlichen Tiefe der Gemeinschaft bei.Im Mittelpunkt steht die Weitergabe der Frohen Botschaft Jesu Christi. Sie ist der Kernauftrag der Pfarrei und prägt ihr Selbstverständnis: ein glaubwürdiges, menschennahes Zeichen des Evangeliums mitten im Alltag zu sein.

Ein besonderes Kennzeichen der Pfarrei ist das bekannte Glockenspiel, das jeden Morgen und jeden Abend mit der Melodie des Ave Maria von Lourdes erklingt. Diese Glockenmelodie begleitet seit Jahrzehnten die Menschen in der Umgebung, lädt zum Innehalten ein und ist weit über die Pfarrei hinaus bekannt.

Zur Lebendigkeit der Pfarrei tragen auch die zahlreichen Feste bei: das große sommerliche „Maria Assunta Fest Maria Himmelfahrt“, das Omelettenfest um Maria Lichtmesse, das Würste-Essen in der Fastenzeit, das Startfest am Sonntag um den 22. September und das Knödel- oder Suppen-Essen am Caritas-Sonntag. Rund um diese Feiern entstehen Begegnung, Gemeinschaft und Freude – Ausdruck einer Pfarrei, die den Glauben lebendig, lebensnah und gemeinschaftlich lebt und verkündet.

Bürozeiten:
Mo, Mi, Fr 9:00 - 10:30

Pfarrer:
Mi 9:00 - 10:30
Für den Pfarrer bitte vorab einen Termin vereinbaren.

Aus unvorhersehbaren Gründen (z. B. Beerdigungen oder seelsorgliche Einsätze) kann es vorkommen, dass der Pfarrer kurzfristig nicht im Büro anzutreffen ist.
Per E-Mail: parr.smassunta@gmail.com ist er aber gut erreichbar.

Büro geschlossen an Feiertagen

Weitere Informationen:
Pfarrsender (Meraner Gegend): 107,2 MHz

Spenden:

Gerne können Sie uns unterstützen und Spenden für unsere pastoralen und sozialen Aktivitäten auf folgendes Konto überweisen:

Inhaber: Pfarre Maria Himmelfahrt Meran

IBAN: IT62 Q060 4558 5910 0000 0440 000

(Südtiroler Sparkasse – Filiale Obermais)

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

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